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OSB oder MDF: Was sagt der Holzwerkstoff über Formaldehyd aus?

OSB für den Ausbau oder MDF für ein Möbelstück: Wer sich mit Formaldehyd in Innenräumen beschäftigt, möchte oft wissen, welcher Holzwerkstoff mehr davon abgibt. Die Abkürzung auf der Platte beantwortet diese Frage nicht. Entscheidend sind Angaben zum konkreten Produkt – und, wenn es um einen bestehenden Raum geht, die tatsächliche Raumluft.

Warum Holzwerkstoffe ein Thema sind

Formaldehyd kann Bestandteil von Klebstoffen in Holzwerkstoffen sein. Das Umweltbundesamt nennt Holzwerkstoffe, Möbel und Bauprodukte als mögliche Quellen in Innenräumen. Es gibt Produkte mit unterschiedlich hohen Emissionen. Deshalb ist weder „OSB“ noch „MDF“ für sich genommen eine Aussage über die Abgabe einer einzelnen Platte.

Welcher Wert beantwortet welche Frage?

Produktangaben helfen bei der Auswahl: Fragen Sie nach der genauen Produktbezeichnung und nach Herstellerangaben zur Formaldehydemission. Prüfkammerwerte beziehen sich auf ein geprüftes Produkt unter festgelegten Testbedingungen. Das Umweltbundesamt erklärt die Prüfbedingungen für Holzwerkstoffe.

Eine Raumluftmessung beantwortet eine andere Frage: Welche Formaldehydkonzentration liegt am Messort zum Zeitpunkt der Probenahme vor? In einem Raum können mehrere Produkte und Materialien zur Innenraumluft beitragen. Die Materialbezeichnung einer einzelnen Platte und ein Raumluftwert sind daher nicht dasselbe Ergebnis.

Wie unterstützt LumiraLab bei der Untersuchung?

Für die orientierende Suche nach möglichen Formaldehydquellen gibt es den Pollupatch-Selbsttest. Positiv reagierte Pollupatches können im Labor analysiert werden. Für eine Raumluftmessung zum Selbermachen ist eine aktive Probenahme auf DNPH vorgesehen; die Analyse von Raumluftproben auf Formaldehyd erfolgt durch spezialisierte Partnerlabore. Eine Messkampagne vor Ort ist auf Anfrage möglich.

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